#203 – Aufgaben die übrig bleiben

Die Realität:

Ich befasse mich seit vielen Jahren mit Zeitmanagement, bzw. Selbstmanagement, da es ja kein Management der Zeit gibt!

Trotz intensiver Beschäftigung damit und vielen Methoden die ich alle ausprobiert habe, kommt es immer wieder vor, dass Aufgaben nicht erfüllt werden.

Die Aufgaben stehen in meiner Aufgabenliste, werden aber niemals erledigt? Ich verschiebe mehrmals die Fälligkeit, aber die Aufgabe wird trotzdem nicht fertig. 

Wie kann das sein? Warum wird diese Aufgabe nicht fertig? 

Über die Jahre gab es viele dieser Aufgaben. Warum ist das so, bin ich ein „Schlamper“?

Die wichtigste Antwort darauf: Ich bin immer noch am Start. Trotz einiger Aufgaben, die unerledigt blieben, ist weder die Welt zusammengebrochen, mein Leben ruiniert worden oder jemand in Lebensgefahr geraten!

Ich kenne Aufgaben, da ist der Aufgabensteller nicht mehr in der Firma, ich bin aber immer noch da!

Kurzum: die Aufgaben waren anscheinend nicht wichtig. Nicht wichtig für das Leben auf diesem Planeten und vor allem mein Leben auf diesem Planeten!

Diese Aufgaben waren wertlos, sinnlos oder es handelt sich nur um Beschäftigung und nicht um reale Arbeit.

Es gibt auf dieser Welt keinen Wirkungsgrad von 100%. Nichts kann ohne Verluste realisiert werden. Im Aufgabenmanagement ist es anscheinend genau so. Es scheint fast eine Gesetzmäßigkeit zu sein, dass jeder solche Aufgaben hat, das große Problem ist die Akzeptanz dieser Tatsache.

Der Frust einer ToDo Liste:

Unsere Aufgabenlisten füllen sich täglich und sie werden niemals leer. Es bleiben Aufgaben übrig und es kommen täglich neue hinzu. Manchmal ist die Liste Abends länger wie am Morgen.

Volle Aufgabenlisten sind frustrierend.

Wir Menschen können uns auf maximal 5 +-2 Dinge konzentrieren. Also 3 – 7 Aufgaben können wir bewusst verfolgen. Aufgabenlisten die mehr als diese Aufgaben enthalten, sind somit wenig erbaulich. Mehr noch, sie sind ein Träger für Prokrastination oder Aufschieberitis. Je länger die Aufgabenliste, desto stärker die Prokrastination.

Wir fliehen praktisch vor der Flut an Aufgaben, manche von uns sogar in den Burn-Out. 

Wie muß also ein Aufgabenmanagement aussehen, dass Spass macht, nicht frustriert und die wichtigen Dinge tatsächlich erledigt.

Ich habe darüber schon sehr sehr viel geschrieben, den Aufgaben die übrig bleiben habe ich aber bisher wenig Beachtung geschenkt. Diese Aufgaben erfüllen aber eine Funktion. Sie reinigen die Welt.

Ein einfaches Verfahren besteht aus drei Listen.

FOKUS, BACKLOG und QUARANTÄNE, plus der Liste EINGANG wo alle Aufgaben einlaufen.

BACKLOG

Jede Aufgabe gelangt von der Eingangsliste in das Backlog. Als Fälligkeit wird hier heute in zwei Wochen eingetragen. Sollte es sich um eine Aufgabe mit einer kürzeren Fälligkeit handeln, dann muss diese Fälligkeit eingetragen werden.

FOKUS

Jeden Morgen suche ich mir drei Aufgaben aus dem Backlog heraus und verschiebe sie in die FOKUS Liste. Die Auswahl geschieht nach Gefühl oder nach Fälligkeit das ist ganz unterschiedlich. Wenn man in Ruhe seine Aufgaben durchgeht erkennt man intuitiv welche Aufgaben man machen sollte. Man könnte auch sagen, mein Automatikregelkreis erkennt es.

Diese drei Aufgaben gehe ich heute an. Ich versuche sie zu erledigen. Sollte dies zügig möglich sein, dann kann eventuell eine oder mehrere weitere Aufgaben aus dem Backlog behandelt werden.

Bleibt am Ende das Tages eine Aufgabe unerledigt dann gibt es nur zwei Möglichkeiten.

Ist sie noch nicht fällig, verschiebe ich sie zurück in den Backlog. Ist sie bereits fällig, verschiebe ich sie in die Liste Quarantäne und lösche die Fälligkeit.

QUARANTÄNE

Hier dürfen maximal 10 Aufgaben stehen. Kommt eine 11. hinzu, muss eine Aufgabe gelöscht werden! Dies kann durch Erledigung oder durch einfaches löschen geschehen.

Die Aufgaben in Quarantäne haben Dich zwei Wochen nicht interessiert und Du hast sie in zwei Wochen nicht vollendet, dann kannst Du sie löschen.

In modernen Aktiengesellschaften wechselt der Fokus oft quartalsweise. Was heute unheimlich wichtig ist, interessiert morgen niemand mehr, da der „Wichtigtuer“ versetzt, befördert oder eliminiert wurde.

Warum um Aufgaben  kümmern, die zwei Wochen alt sind und sich niemand gemeldet hat? (Das hätte sicher deine Priorität geändert)

Durch diese einfache Struktur bekommst Du Deine Aufgaben in den Griff. Du sortierst die unwichtigen Aufgaben automatisch aus, ohne dass sie Dich weiter frustrieren.

Aufgaben die übrig bleiben sind ganz normal!

Nur wer keine Aufgaben von außen bekommt, kann vielleicht alle seine Aufgaben erfüllen.

Das nachfolgende Schaubild soll den Workflow verdeutlichen. Die roten Pfeile werden dabei am Abend abgearbeitet die blauen Pfeile am Morgen. Am Tag arbeitest Du nur in dem grünen Bereich.

Probiere es mal aus und nicht vergessen: Dranbleiben – es gibt noch Hoffnung

#202 – Vom sinkenden Niveau

Im Jahr 2001 hat der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler George Akerlof den Nobelpreis bekommen für die Analyse von Märkten mit asymmetrischer Information. https://youtu.be/UzZO0l6A5uU

In seinem Aufsatz über den Market of Lemons beschreibt er einen Gebrauchtwagenmarkt.

Ein Auto ist ein komplexes Gebilde und man kann nicht alle Funktionen auf einen Blick bewerten.

Der Verkäufer des Gebrauchtwagens hat viel mehr Info als der Käufer. Es gibt also eine asymmetrische Information. Aus Angst hier benachteiligt zu werden, zahlen die Käufer einen niedrigeren Preis für das Auto.

Der Käufer kann eine höhere Qualität nicht beurteilen, da er nur über wenig Informationen verfügt. Ob ein teures Auto den Preis wert ist kann vor dem Kaufvorgang nicht ermittelt werden.

Dadurch sinkt der Preis für alle Gebrauchtwagen, weil das Risiko zu groß ist, eine Zitrone zu bekommen. Früher oder später können auch die, die echte Qualität anbieten auf dem Markt nicht mehr bestehen. Sie geben auf.

Das Niveau sinkt die Qualität verschwindet. 

Was für den Gebrauchtwagenmarkt stimmt, scheint aber auch in anderen Bereichen zu stimmen. Durch die Zunahme der Vernetzung der Welt und die Verknüpfungen über bisherige Bereiche hinaus, werden mehr und mehr Dinge zu komplexen Systemen.

Weltklima, Energiewende, Migration, Rente, Pflege usw. keines dieser Themen ist einfach. Bei keinem dieser Themen verfügen wir über alle Informationen. Bei allen diesen Themen verfügen wir, als Kunde oder Bürger, über weniger Informationen wie die Fachleute und Spezialisten. Es herrscht eine asymmetrische Information vor.

Wir Bürger können uns kein Bild über die tatsächlichen Fakten machen, weil dies sehr aufwendig ist oder die Informationen gar nicht zur Verfügung stehen. (Wir sind oft zu faul uns mit den Fakten zu befassen)

Wir können irgendwann nicht mehr beurteilen, was uns die Politiker sagen, und nehmen den günstigsten Anbieter. Das ist der, mit den einfachsten Antworten. Unser Gehirn liebt einfache Dinge und Automatismen. Es liebt auch Dinge die es kennt und die früher mal so funktioniert haben. (Unabhängig davon ob sie heute immer noch funktioneren) Neue Ideen sind aufwändig und schwierig.

Wie auf dem Gebrauchtwagenmarkt sinkt das Niveau der angebotenen Ware immer weiter.

5 Teilnehmer sitzen in einer Talkshow und diskutieren 90 Minuten über ein Thema. Da der Moderator immer zwischenfragt, hat jeder Teilnehmer in dieser Sendung genau 9 Minuten Redezeit. Da in diesen 9 Minuten noch auf Kontrahenten reagiert werden muss, bleiben vielleicht 4 Minuten für tatsächliche Information. 4 Minuten für die Rentenversicherung oder das Weltklima? Wer kann hier die komplexen Zusammenhänge noch erklären? Niemand! Man vergeht sich in Floskeln, Phrasen und Parolen.

Ich schaue mir sowas nicht mehr an. Auch bei den Politikern, die quasi die Gebrauchtwagenhändler sind, gibt es nur noch wenige, die die Zusammenhänge erklären können und auch begreifen.

Also wählen/kaufen wir die einfachsten Antworten, das niedrigste Niveau.

Das Niveau wird noch weiter sinken, da es zwar einfache Antworten aber keine einfachen Lösungen gibt.

Wenn sich die Premiumanbieter aus diesem Markt verabschieden, dann ist die Demokratie in Gefahr.

Dranbleiben – es gibt noch Hoffnung!

#201 – Mein kleines Teufelchen

Bei meinem letzten Besuch in Berlin habe ich im Teufel Store ein Produkt entdeckt, welches mich nicht locker gelassen hat.

Der Teufel One S ist ein WLAN Lautsprecher mit Multiroom Funktionalität.

https://www.teufel.de/wlan/wlan-lautsprecher.html

Man kann also mehrere Teufel One S im Haus verteilen und die Musik synchron abspielen.

Ich habe ihn mir vor einigen Tagen gekauft und nutze hiermit die Gelegenheit darüber zu berichten. Aber der Reihe nach.

 

Der Teufel One S

Ist eine kleine Box von 8,6 x 18 x 16,7 cm mit einem Gewicht von 1,3 kg die in jedem Zimmer Platz finden kann.

Der Winzling bringt es auf 40 Watt mit 35 Watt Tief/Mitteltöner und 5 Watt Hochtöner. Das kann auch den größten Raum ausreichend beschallen.

Es handelt sich um einen Lautsprecher ohne Mikrofon. Eine Überwachung durch Big Brother ist nicht vorgesehen. Dafür ist er so vielseitig wie kein anderes System.

 

Die Musikquellen

Da ein Lautsprecher alleine wenig Genuss bietet, hat der One S mehrere Möglichkeiten Musik abzuspielen.

Auf der Rückseite hat er drei physikalische Schnittstellen.

Ethernet (LAN), USB und Line -In mit 3,5mm Klinke. 

Damit kann man Musik vom USB Stick, einer externen Festplatte oder einem Gerät mit analoger Kopfhörerbuchse abspielen.

Die älteren Leser erinnern sich sicher noch an die CD-Spieler, den könnte man hier anschließen.

 

Bluetooth & WLAN

Darüber hinaus verfügt der One S über WLAN und Bluetooth.

Für das Smartphone gibt es eine APP mit dem Namen Raumfeld. Unter dem Namen Raumfeld vermarktet Teufel diese Lautsprecher.

Mit der Raumfeld App führe ich die Einrichtung durch und melde den Lautsprecher im heimischen WLAN an.

Die Verbindung mit Bluetooth Geräten funktioniert per Knopfdruck auf der Rückseite des Gerätes. Damit kann ich von jedem Gerät mit Bluetooth Schnittstelle auf dem Lautsprecher Musik ausgeben.

Sobald die Verbindung ins Netz hergestellt wurde stehen mehrere Dienste zur zusätzlich Verfügung.

 

Radio

Über den Dienst TuneIn kann ich viele Radiosender über Streaming live hören. Radio Regenbogen oder SWR3 sind so jederzeit spielbar. Damit wird der Lautsprecher auch zum Radio.

 

Netzwerkfestplatte

Wer im heimischen Netzwerk über eine NAS mit Musikdateien verfügt, kann über die Teufel APP diese Festplatte als Musikquelle auswählen. Wer zum Beispiel seine iTunes Mediathek auf der NAS hat, kann Stundenlang seine Musik abspielen auch wenn die Verbindung nach draußen (Internet) gerade mal nicht funktioniert.

 

Spotify Connect

Wer Musik über Spotify hört, für den ist der Teufel One S aber eine Wundermaschine.

Der Lautsprecher wird in Spotify (auf Mac/iPhone) als Abspielgerät angezeigt. Dieses kann jeder, der in meinem WLAN Netzwerk eingeloggt ist als Abspielgerät sehen und auch auswählen.

Sobald ich „Mein kleines Teufelchen“ (so habe ich das Gerät getauft) auswähle ertönt meine Musik lautstark über den One S.

Danach kann ich mein Quellgerät (Mac/iPhone) ausschalten denn der One S streamt die Playlist direkt von Spotify und benötigt mein Smartphone oder Rechner nicht mehr dazu.

Die Auswahl der Playlist funktioniert auch über das Internet. Wenn ich unterwegs ein Lied gehört habe und es zu Hause abspielen will, wähle ich als Abspielgerät „Mein kleines Teufelchen“ aus und dieser schaltet sich ein und spielt das Lied.

Seit Anfang des Monats habe ich mein Apple Music Abo gekündigt und bin begeisterter Kunde von Spotify. Die Musikauswahl passt mehr auf meinen Geschmack und Spotify ist offener wie Apple Music.

Bedienung

Ein sehr großer Vorteil des One S ist das Vorhandensein von echten Bedientasten. Ich brauche also nicht unbedingt ein Smartphone oder ein Rechner zum Abspielen.

An der Oberseite befinden sich Taster für Start/Stop, Laut/Leise und drei Funktionstasten die frei belegbar sind.

Ich habe hier Radio Regenbogen, SWR3 und meine Lieblingsplaylist von Spotify eingespeichert.

Damit kann ich den One S manuell jederzeit bedienen. Jeder kann das auch wenn er kein Digital Native ist.

 

Fazit

Für 199,-€ erhält man einen ausgezeichneten Lautsprecher, der Radio, Verstärker und Abspielgerät sein kann. Der Klang hat mich überzeugt und auch das Bedienkonzept.

Wer einen sprachgesteuerten Assistenten braucht, kann den Amazon Echo Dot an den One S anschließen. Damit könnte man sprachgesteuert Amazon Music und Spotify abspielen.

(Über Klinkenstecker oder Bluetooth)

 

Dranbleiben – es gibt noch Hoffnung (und Musik 🙂 )

 

Ich habe den One S aus freien Stücken gekauft und diese Rezession geschrieben, weil ich überzeugt bin. Ich habe keinerlei Verbindung zu Teufel.  

#200 – Fernsehen das war einmal ….

Früher saß man zur besten Sendezeit vor dem Fernseher. Kam ein sogenannter Straßenfeger, waren die Straßen wortwörtlich leergefegt.

Das ist heute anders.

Zum einen hat sich das Fernsehprogramm verändert, die Auswahl ist größer geworden und die Zuschauer haben sich verändert.

Schauen wir uns das Fernsehen einmal an.

Da kommen täglich irgendwelche SOKOs oder die Rosenheim Cops. Mindestens täglich ein Krimi. Wenn auf dem einen Programm ein Fußballspiel läuft, dann bringt das Andere eine Wiederholung. Was ist denn das für eine Vielfalt?

Wer kein Fußball schauen möchte, hat nur die Wahl etwas zu sehen was er schon kennt?

Wissenschaftssendungen und Satire kommen erst nach 22 Uhr, wenn überhaupt noch etwas kommt.

Früher kam Dieter Hildebrand (Satire) zur besten Sendezeit.

Aber mit zunehmender Konkurrenz hat sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen immer mehr mit den Wettbewerbern, dem privaten Fernsehen, verglichen und wurde dabei immer gleicher.

Dabei braucht das öffentlich-rechtliche Fernsehen das gar nicht. Hier bekommt man auch Geld, wenn das Programm schlecht ist oder niemanden interessiert. Es gibt hier nämlich einen Auftrag.

>Der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ergibt sich aus dem Grundgesetz, er ist darüber hinaus unter anderem  im Rundfunkstaatsvertrag gesetzlich festgeschrieben. Danach soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit seinen Programmangeboten „zur Information, Bildung, Beratung, Kultur und Unterhaltung einen Beitrag zur Sicherung der Meinungsvielfalt und somit zur öffentlichen Meinungsbildung“ leisten. Grundversorgung meint, dass ein flächendeckender Empfang von Rundfunk für die Allgemeinheit genauso gewährleistet sein muss wie ein vielfältiges Programmangebot.

Der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks leitet sich aus Art. 5 Abs. 1 Satz 2 des Grundgesetzes ab und ist in Rundfunkgesetzen und dem Rundfunkstaatsvertrag ausgestaltet. Der Rundfunk soll die freie Meinungsbildung und kulturelle Vielfalt gewährleisten. Durch seine Programme wirkt er zum einen als technisches „Medium“. Durch die Auswahl von Programmen und Themen wirkt er aber auch als „Faktor“, weil diese Themen wiederum die Gesellschaft mit ihren sozialen und kulturellen Bedürfnissen beeinflussen.

Entsprechend diesem Auftrag haben die Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks der Bildung, Information, Beratung und Unterhaltung zu dienen. Eine Beschränkung oder Reduzierung dieses Programmauftrags oder eine Fokussierung nur auf Bildung und Information ist verfassungsrechtlich unzulässig. Auch wenn das Bundesverfassungsgericht bei der Beschreibung, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk seiner Funktion gerecht werden kann, in der früheren Rechtsprechung den Begriff der „Grundversorgung“ verwendet hat, so unterliegt dieser Begriff einigen Missverständnissen und wird in der moderneren Rechtsprechung kaum mehr genutzt. „Grundversorgung“ meint nämlich nicht, wie es der Wortsinn nahelegen könnte und von einigen daher behauptet wird, eine bloße Mindestversorgung. Vielmehr umschreibt der Begriff nach dem Verständnis des Bundesverfassungsgerichts die technische und inhaltliche Sicherung einer umfassenden Berichterstattung. Gewährleistet werden müssen daher ein an die Allgemeinheit gerichtetes, inhaltlich vielfältiges Programm sowie eine möglichst flächendeckende Übertragung. Nur so kann der Rundfunk seiner grundlegenden Funktion – Meinungspluralität zu schaffen – nachkommen. Dies hat das Bundesverfassungsgericht erst unlängst in seiner Entscheidung vom 25. März 2014 über den ZDF-Staatsvertrag bekräftigt.<

(Quelle: https://daserste.ndr.de/ard_check/fragen/Aufgabe-und-Funktion-des-oeffentlich-rechtlichen-Rundfunks-der-ARD,antworten104.html)

Kurzum: Das öffentlich-rechtliche Fernsehen soll ein breites Angebot an Bildung, Information und Unterhaltung liefern. Meinungsvielfalt und Meinungsbildung gehören zum Auftrag.

Das Programm sollte ausgewogen sein und es gibt ein Gremium das darüber wacht. In diesem Gremium sind Vertreter aller gesellschaftlich relevanten Gruppen vertreten. (Gewerkschaften, Parteien, Kirchen usw.)

Nur zur Erinnerung: Das einen guten Grund dass es so ist. Der Grund ist „1000 Jahre“ lang und endet 1945. Dies ist keine Willkür sondern das wurde wegen der Willkür genau so gemacht. Niemand sollte alleinigen Einfluss auf die Medien bekommen.

Um mich herum wächst eine Generation heran, die kann mit dem Fernsehen wie es ist, linear und vorbestimmt, nichts mehr anfangen.

Das Programm ist vorbestimmt und wird extern definiert. Wenn man einen Bildungsauftrag besitzt, dann ist das wohl auch so notwendig.

Diese junge Generation wehrt sich vehement gegen die Zwangsgebühr einer GEZ, zahlt aber freiwillig einen monatlichen Betrag um Spotify oder Netflix zu konsumieren.

Beiträge die der Bildung dienen sucht dies Generation in Mediatheken oder auf YouTube.

Diese Generation bestimmt mehr und mehr selbst was sie wie und vor allem wann konsumiert. Ein Fernsehapparat ist dafür auch nicht mehr nötig, sondern es genügt ein internetfähiges Gerät.

Damit verliert das lineare Fernsehprogramm mehr und mehr an Bedeutung. Es findet zwar noch ein Programm statt, aber eine ganze Generation nimmt daran nicht mehr teil.

Dies führt dazu, dass die anderen Inhalte unreflektiert konsumiert werden. Es werden Nachrichten konsumiert die nicht stimmen, die absichtlich gefälscht sind und die sich wissenschaftlich nicht halten lassen.

Beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen ist es so, dass es immer noch guten Journalismus gibt, auch wenn er manchmal nicht vermutet wird oder man ihn suchen muss.

Fällt dieser Journalismus und die Recherche weg, kann jeder alles behaupten und auf die Welt loslassen. Jeder sucht sich dann die Wahrheit aus, die ihm gefällt. Viele Menschen lieben das.

Aber die Wahrheit gibt es nur einmal und niemand ist im Besitz dieser Wahrheit. 

Wir können uns dieser Wahrheit annähern wenn wir die Wirklichkeiten eines jeden einzelnen (was dieser vermeintlich als seine Wahrheit definiert) reflektieren und diskutieren. Das ist die Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Fernsehens.

Warum kommen dann soviel Krimis und Fußballspiele?

Weil das die Quotenbringer sind. Warum kommt nichts über Handball oder Hockey? Weil das vermeintlich weniger Menschen interessiert.

Fussball ist ein schönes Beispiel. Die Gebühren die das Fernsehen an die Vereine überweisen muss, sind immens. 4,64 Mrd. € von 2017 – 2021 oder 0,928 Mrd. € pro Jahr. Im Jahr 2016 nahm die GEZ 8,1 Mrd. € insgesamt ein. 

Von 17,5 € GEZ für das gesamte Rundfunk- und Fernsehprogramm werden 4,70 € an die Fussballvereine überweisen. Die restlichen 12,8 € teilen sich Kultur, Unterhaltung, Bildung, Satire, Diskussion und andere Sportarten.

Die utopischen Summen im Profifussball sind nur möglich wegen der Fernsehgelder. Nur mit Stadioneintritten würde das nicht funktionieren.

Private Fernsehanstalten sind praktisch wie Netflix, nur dass die monatlichen Gebühren hier nicht vom Konsumenten entrichtet werden, sondern von der Werbeindustrie. Je mehr Menschen die Werbung sehen umso wirksamer ist diese. Bedeutet umso teurer kann man die Werbezeit verkaufen.

Private Fernsehanstalten sind deshalb darauf angewiesen, dass sie Inhalte präsentieren, die von vielen gesehen werden. Sie müssen die breite Masse ansprechen, da nur Masse auch Umsatz bedeutet.

Öffentlich-Rechtliche Anstalten müssen das nicht. Sie könnten auf Qualität achten. Sie könnten auch Randsportarten übertragen. Aber auch hier schaut man auf Einschaltquoten und konkurriert somit mit den privaten Anbietern.

Beim Fussball hat man so die Gebühren in astronomische Höhen getrieben, mit dem Nachteil, dass Geld an anderer Stelle fehlt.

Man versucht gar nicht ein Kontrastprogramm zum Fussball zu senden, sondern hat kapituliert und sendet eine „Konserve“ die schon einmal gelaufen ist. Damit nimmt man die anderen Kunden nicht mehr ernst.

Wie wird es weiter gehen? (Ausblicke sind schwierig, besonders wenn sie in die Zukunft gehen)

Wenn das öffentlich-rechtliche Fernsehen weiter versucht die Privaten zu kopieren, wird es scheitern.

Wenn Menschen 9,99€ pro Monat für Serien auf Netflix ausgeben, könnte man auch 4,70 € pro Monat für Fussballspiele verlangen. Damit kann man dann das sehen, was für 4,70 € möglich ist. Topspiele kosten dann halt zusätzlich 3,99€ extra.

Die GEZ Gebühr wird auf 12,80 € gesenkt, da ja Fussball extra gebucht werden muss.

Damit macht man dann ein Kontrastprogramm mit Nachrichten, Kultur, Sport, Wissenschaft und Unterhaltung welches eine hohe Qualität besitzt und auf allen Medien zu jeder Zeit abrufbar ist. Jeder kann sein Programm individuell zusammenstellen, wer nicht nachdenken will bekommt eine bunte Mischung zusammengestellt.

Werbung wird im öffentlich-rechtlichen Fernsehen verboten, da ja beim online Abruf sowieso keine Werbung möglich ist und ja jeder Gebühren zahlen muss. Ohne Ausnahme! Aber auch ohne Werbung!

Ich halte nichts davon das öffentlich-rechtliche Fernsehen abzuschaffen und das den Privaten zu überlassen. Das führt zu Einseitigkeit und der Gefahr der Manipulation. Es muss diese Instanz mit einem Auftrag geben, aber sie muss ihn auch wahrnehmen und nicht versuchen identische Inhalte in einem zwangsfinanzierten System zu liefern.

Wir sollten darüber nachdenken, ich möchte Vielfalt nicht vermissen, denn sie ist Grundlage von Freiheit und Entwicklung.

Dranbleiben –  es gibt noch Hoffnung

 

#199 – Achtsamkeit und Affirmation

Ein Trend der uns im Internet begegnet ist  Journaling. Früher nannte man das banal Tagebuch schreiben.

Es gibt Untersuchungen, die belegen, dass Menschen stressfreier und kreativer durchs Leben gehen, wenn sie sich mit dem befassen, was sie täglich tun oder was Ihnen widerfahren ist.

Nichts anderes ist ein Tagebuch.  Die Reflexion über das was ich täglich tue lässt mich bestimmte Dinge nochmal durchlaufen. Das regt meinen Geist an sich kreativ mit dem Thema zu befassen.

Mein Motivationsregelkreis stellt diese Fragen an den Automatikregelkreis. Das stellt den Filter der Wahrnehmung anders ein.  Arbeite ich an einem Problem, dann lege ich die Bearbeitung durch diese Reflexion auch in meinen Automatikregelkreis.

Dieser hat mehr Informationen und auch mehr Daten. Wer meine bisherigen Blogbeiträge gelesen hat, es geht um 50 Milliarden Bits/s zu 100 Bits/s.

Bei dem sogenannten Fünf Minuten Journal handelt es sich um die Umsetzung von psychologischen Erkenntnissen. Dabei schreibt man am Morgen auf, für was man dankbar ist und am Abend welche drei Dinge einen heute bewegt haben.

Diese Dankbarkeit am Morgen lässt mich den Tag ganz anders beginnen.

Bekannte Schlagworte hierzu sind Achtsamkeit und Affirmation, was ich mit positiver Bejahung übersetzen würde.

Ich verwende das fünf Minuten Journal schon seit Jahren.

http://schreibenwirkt.de/5-minuten-journal/

 

Ich kann nur empfehlen es auch einmal zu probieren. Wie sollte ich dieses Tagebuch führen elektronisch oder auf Papier? http://ikeanet.de/homepage2013/48-papier-oder-elektronik-reloaded/

Diese Frage lässt sich nicht so einfach und vor allem pauschal beantworten. Ich gehöre zur Generation Baby Boomer und sehe das sicher anders wie ein Vertreter der Generation Y.

Es gibt Studien die belegen, dass wir Dinge die wir schreiben besser verinnerlichen. Es könnte Unterschiede zwischen schreiben und tippen geben.

Aber selbst ich schreibe seit Jahren elektronisch. Es gibt hier einige interessante Apps die ich nachfolgend kurz beschreiben möchte.

Day One

Beginnen möchte ich mit dem Platzhirsch auf dem Gebiet des Journaling. Day One sieht wunderschönes, ist einfach zu bedienen und kann Bilder, GPS Daten und Wetter abspeichern. Man kann schön sehen wo man war, wie das Wetter dort war und lesen was passiert ist.

http://dayoneapp.com

Früher konnte man nur ein Bild pro Eintrag abspeichern und alle Daten wurden in meinem Apple iCloud Account gespeichert. Jahrelang haben wir diese App in der Familie benutzt und alles war gut. Dann kam ein Update von Day One, man konnte mehrere Bilder abspeichern und Synchronisation nur noch über Server von Day One.  Anfangs gab es keine Aussage zur Verschlüsselung, inzwischen wurde diese nachgeliefert.

Inzwischen gibt es ein Day One Premium welches 24,99$ pro Jahr kostet.

Ich bin da raus! Aber Day One ist immer noch eine der schönsten und vielleicht auch eine der besten Apps

http://ikeanet.de/homepage2013/146-zehn-apps-fuer-die-einsame-insel-reloaded/

 

GridDiary

Wer die Fragen vom Fünf Minuten Journal erst nimmt, für den ist GridDiary die richtige App.

http://griddiaryapp.com/en/

Die App hat mehrere Kacheln oder auch Grids die jeweils mit einer Frage überschrieben sind. Zum Beispiel: Welche drei Dinge haben mich heute glücklich gemacht. Man stellt sich die Fragen aus einer großen Bibliothek zusammen, kann aber auch eigene Fragen erstellen und als Vorlage abspeichern.

Somit beantwortet man täglich wichtige Fragen und befasst sich damit.

Die App synchronisiert über WebDAV (Eigene Cloud), Dropbox oder iCloud. Export als pdf ist möglich der nur bei jedem Eintrag (Tag) einzeln.

Zu jedem Tag kann ein Wetter eingestellt werden und ein Stimmungsbild per Smiley .

Auch GridDiary habe ich lange benutzt. http://ikeanet.de/homepage2013/161-momente-die-unter-die-haut-gehen-grid-diary/

 

Capture365

Habe ich erst vor kurzem entdeckt. Die App ist relativ unbekannt im App Store aber sie ist ein absolutes Juwel.

http://capture365journal.com

Die App kann mehrere Tagebücher verwalten. Man kann eigene Vorlagen erstellen. (Fünf Minuten Journal). Sie synchronisiert über die iCloud oder Dropbox. Kauft man die Erweiterung 365 Direct Sync Service kann man auch über iCloud Accounts hinweg synchronisieren. (Familie)

Jeder Eintrag wird automatisch mit den Ortsdaten und dem Wetter ergänzt. Man kann Fotos und Videos zu jedem Eintrag hinzufügen.

Die App gibt es für Mac und iOS und die Synchronisation ist gut. Ich kann Datumsbereiche als pdf oder als txt exportieren.

Wichtigste Funktion von Capture365 ist die Fähigkeit Tagebücher aus Day One zu importieren. Damit konnte ich alle meine alten Einträge, Bilder, Rezepte und Reiseberichte übernehmen.

Ich kann hier Capture365 uneingeschränkt empfehlen.

Dranbleiben – es gibt noch Hoffnung.

#198 – Die Zukunft der Arbeit in Zeiten der Digitalisierung.

Was die Zukunft der Arbeit betrifft, sind die Experten sehr gespalten. Während die einen sagen alles bleibt wie es ist, oder anders, für die Arbeitsplätze die verloren gehen werden neue geschaffen, sagen andere Experten, das bis zu 80% aller Arbeitsplätze verloren gehen.

Für die offizielle Politik bedeutet Digitalisierung nur iPads im Vorschulalter und Informatik in der Schule. Mehr habe ich von der Politik hierzu noch nicht gehört.

Nichts von alledem wird wirklich wahr werden. Vorhersagen sind schwierig, besonders wenn sie in die Zukunft gehen.

Schauen wir uns einmal die Fakten der Arbeit an. Wenn eine Arbeit zu tun ist, gibt es immer drei Optionen dafür:

1. Ich bezahle jemand dafür, dass er die Arbeit macht.

2. Ich automatisiere diese Arbeit und lasse Maschinen und Algorithmen die Arbeit erledigen.

3. Ich mache die Arbeit selbst.

Warum gibt es überhaupt eine Arbeit die zu tun ist? Wir Menschen verändern die Umwelt um uns herum und dazu ist körperliche Arbeit notwendig. Physikalisch ist Arbeit das Produkt aus einer Kraft und einer Wirkungsrichtung dieser Kraft.

Wo immer wir etwas verändern möchten überlegen wir uns, ob wir hier Arbeit investieren um die Veränderung herbei zu führen. Manche Dinge tun wir nicht, weil der Aufwand in keiner Relation zur Veränderung steht.

Veränderungspotenzial oder Entscheidungsdruck

Der Abstand zwischen der Welt wie ich sie mir vorstelle und der Welt wie sie ist (Wirklichkeit) ist ein Maß für das Veränderungspotenzial. Je größer dieses Veränderungspotenzial um so größer sind die Chancen oder die Probleme und umso größer ist meine Bereitschaft etwas zu verändern. Kunden die keinen Entscheidungsdruck haben, laden dich zwar zum Kaffee ein, aber man macht kein Geschäft.

Der Lösungsanbieter

Überall wo Menschen ein Veränderungspotenzial haben und einen Entscheidungsdruck spüren, kann ein Lösungsanbieter in Erscheinung treten. Gemeinhin verwenden wir für diese Art Menschen den Ausdruck Unternehmer, weil sie etwas unternehmen. Arbeitgeber ist eigentlich ein falsches Wort, weil Sie haben eine Lösung und für diese Lösung benötigen sie Arbeit, Wissen und Energie. Ich möchte sie einfach Lösungsanbieter nennen. Sie bieten einen Service oder ein Produkt was das Veränderungspotenzial des Kunden verringert oder seine Probleme löst.

Diesen Service oder das Produkt bietet der Lösungsanbieter auf dem Markt an.

Der Markt

Überall wo Menschen bereit sind einen Preis zu bezahlen, damit ein Problem gelöst oder ein Service erbracht, oder ein Produkt gekauft wird, gibt es einen Markt.

Der Lösungsanbieter bietet eine Lösung (Produkt oder Service) für den Kunden an und der Kunde ist bereit für diese Lösung einen Preis zu bezahlen. Dabei ist der Kunde nicht bereit jeden beliebigen Preis zu bezahlen. Schon mehrfach scheiterten Produkte und Lösungen daran, dass niemand diese Lösung zum angebotenen Preis kaufen wollte oder niemand in der Lage war hier den Preis bzw. die Herstellkosten zu senken. Je größer die Probleme sind die gelöst werden oder je größer die Chancen mit einer Lösung sind umso größer wird die Preisbereitschaft sein. Gibt es mehrere Lösungsanbieter konkurrieren diese um die Lösung, was den Preis nach unten korrigiert.

Früher brachte man es auf die einfache Formel Angebot und Nachfrage regeln den Preis.

Die Kosten der Lösung

Der Lösungsanbieter hat jetzt immer die drei oben genannten Optionen. Er kann jemanden dafür bezahlen, dass er die Arbeit macht, kann die Arbeit automatisieren oder die Arbeit selbst erledigen.

Je nachdem für welche der drei Optionen man sich entscheidet ändern sich die Kosten seiner Lösung. Für den Lösungsanbieter sind seine Lösung und der erzielbare Gewinn mit seiner Lösung die zwei Seiten seiner Medaille. Man kann beides nicht getrennt voneinander behandeln.

Arbeit für andere Menschen

Findet man genügend Menschen die für wenig Geld bereit sind die Arbeit zu tun, kann ich es andere Menschen erledigen lassen. Dieser Zustand wird aber nur eine bestimmte Zeit anhalten, weil Menschen irgendwann mehr verdienen wollen und nach anderen Betätigungsfeldern suchen.

Automatisierung

Automatisiert man die Arbeit, dann ersetzt man körperliche Arbeit durch eine Investition in eine Maschine (Kapital) und benötigt eine Energie dafür. (Strom, Öl, Kohle, Sonne usw.)

Eine Maschine hat ihren Preis und die Energie ebenfalls. Die Kosten einer Automatisierung sind nicht null. Die Investition kann sehr hoch sein und es dauert eventuell viele Jahre bis die Investition in Automatisierung günstiger ist wie Arbeit für andere Menschen.

Die Arbeit selbst erledigen

Hier begibt man sich in eine direkte Abhängigkeit. Der Preis den ich für eine Lösung erziele, bestimmt direkt was ich dafür an Geld erhalte. Auch hier stellt sich irgendwann die Frage ob sich das was ich anbiete noch lohnt und ob ich davon leben kann oder doch besser als Angestellter Arbeit für andere Menschen erledige.

Alles hängt hier mit allem zusammen. Es handelt sich praktisch um ein vernetztes System, was der Grund dafür ist, das Wirtschaft nicht so einfach zu verstehen ist.

  • Gibt es kein Veränderungspotenzial, dann gibt es keinen Markt!
  • Der Preis der Lösung muss in Relation zur Veränderung stehen!
  • Niemand tut etwas umsonst sondern Bestätigung, Anerkennung und Gewinn sind die Antreiber!

Der Fachkräftemangel ist so ein einfaches Beispiel für diese Vernetzung.

97% der Unternehmen klagen darüber, dass sie nicht genügend qualifizierte Bewerber finden.

Wo kommen denn diese Bewerber her und wer von diesen Unternehmen hat diese Bewerber in den letzten Jahren ausgebildet?

88% der Unternehmen sagen der Markt ist leergefegt von den Spezialisten und 54% klagen darüber, dass sie nicht die Konditionen bezahlen können.

https://www.welt.de/wirtschaft/article170337789/Fachkraeftemangel-wird-fuer-Deutschland-zum-Umsatz-Killer.html

Jedes zweite Unternehmen kann die geforderten Konditionen nicht erfüllen damit jemand für dieses Unternehmen arbeitet. Was soll denn das?

Dann muss man entweder automatisieren, die Arbeit selbst machen oder sich von der Lösung verabschieden. Es gibt keine anderen Optionen jammern hilft hier nicht. Also ist die Digitalisierung hier eine Lösung?

Die sogenannte Digitalisierung, die in aller Munde ist, bedeutet in erster Linie, dass alles mit allem vernetzt wird. Eigentlich ist Digitalisierung der falsche Namen für das was passiert. Digitalisierung machen wir schon über 30 Jahre und Automatisierung noch viel länger. Aber jetzt wird alles mit allem vernetzt. Unendlich viele Informationen können gespeichert und mit intelligenten Algorithmen zu Lösungen führen, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren. Jahrzehntelang haben wir die einzelnen Bereiche unseres Lebens digitalisiert, jetzt vernetzen wir sie und stellen plötzlich fest, dass ich keine Taxizentrale mehr brauche sondern nur eine App. Intelligente Maschinen lesen digitalisierte Briefe von Kunden und beantworten diese ohne menschliches Zutun. Autos sind jahrelang optimiert worden und mit Assistenzsystemen ausgestattet worden und jetzt vernetzen wir sie und sie fahren autonom. Das geht staufrei und koordiniert nicht egoistisch und individuell. Die Welt wird sich in den nächsten 10 Jahren so schnell verändern wie noch nie zuvor.

Ganze Berufsbilder werden sich verändern und ganze Berufsbilder wegfallen wenn, ja wenn es sich lohnt das zu tun. Auch hier gelten die drei Optionen von oben.

Digitalisierung und Vernetzung bedeutet nichts anderes wie Automatisierung der Arbeit. Wenn es sich lohnt das zu tun, wird es stattfinden.

Moores Gesetz besagt, dass sich die Rechenleistung alle zwei Jahre verdoppelt. Das bedeutet in 10 Jahren eine Steigerung der Rechenleistung um den Faktor 32!

In zehn Jahren können wir 32x soviele Daten im iPhone XX (20) speichern? Oder es ist 32x so schnell wie heute, oder die gleiche Technik kostet noch das 1/32 .

Die Mobilfunkbranche wird mit 5G die Datenübertragung verzehnfachen.

Kein Mensch kann mit diesen Steigerungen mithalten und niemand wird sie in ihrer Gänze verstehen.

Die neuen Lösungsanbieter nutzen alle diese Ressourcen und jeden Euro in die Investition in ihre zukünftigen Lösungen. Die neuen Lösungsanbieter machen alle keinen Gewinn, da jetzt die Zeit des Aufbaus und des rasanten Wachstums ist. Der Gewinn kommt erst in der Zukunft. Das war übrigens beim Bau der Eisenbahn nicht anders. (Man konnte erst Fahrscheine verkaufen und Gewinne machen, als man Unsummen in das Schienennetz investiert hat.)

Die alten Lösungsanbieter verdienen mit ihren aktuellen Lösungen noch gut Geld und die Gewinne sind hoch. Die Geldgeber der alten Lösungsanbieter treiben sie zu hohen Gewinnen.

Dadurch fehlt den alten Lösungsanbietern Geld für die Zukunft. Sie fallen immer mehr zurück. Dieser Abstand wächst exponentiell wie bei Moores Gesetz!

Wie wird also die Arbeitswelt in Zeiten der Digitalisierung aussehen? Roboter wird es nur geben, wenn es ein Produkt oder eine Dienstleistung oder ein Service gibt, den irgend jemand braucht.

Wenn niemand einen Service oder eine Dienstleistung oder ein Produkt braucht, gibt es dafür keinen Markt, keine Arbeit, beziehungsweise auch keinen Roboter der diese Arbeit macht.

Sicher wird die neue Arbeitswelt nicht so, wie wir uns diese wünschen. Noch niemals wurden hier Wünsche umgesetzt. Es wird nur das getan, was notwendig ist um mit einer Lösung Erfolg zu haben.

Wird keine Lösung mehr benötigt, siehe Energiewende, dann gibt es leider für ganze Bereiche keine Beschäftigung mehr.

Kann man diese Lösung mit Algorithmen und Robotern automatisieren und ist diese Investition wirtschaftlich, wird sie umgesetzt.

Der Verlust von Arbeitsplätzen ist somit unvermeidlich. Keiner wird verschont.

Denken wir an Moores Gesetz. Die Rechenleistung unserer Konkurrenten verdoppelt sich alle zwei Jahre! Ich kenne viele die haben schon lange kein Buch mehr gelesen. Wie sollen wir hier konkurrieren?

Dranbleiben – es gibt noch Hoffnung.

#197 – Die Verschwendung im Wartezimmer . . .

1. ) Wann hattest Du das letzte mal einen Termin bei einem Arzt?

2.) Wann bist Du das letzte mal zu der Zeit drangekommen zu der du den Termin hattest?

Die erste Frage ist schwieriger zu beantworten, als die zweite Frage.

Bei der ersten muss ich nachdenken, bei der zweiten lautet die Antwort : Nie!

Die Wartezimmer sind voll, obwohl fast alle Patienten/Kunden einen Termin haben. Obwohl dieser Termin manchmal eine seltsame Zeit, wie z.Bsp. 10:10 Uhr zeigt.

Was läuft hier schief ? Warum haben die Ärzte ihre Praxen nicht im Griff? Oder ist das alles Absicht?

Eine Warteschlange ergibt sich immer dann, wenn die Anzahl der Menschen größer ist, wie die Auslastung der arbeitenden Personen.

Die Mathematik dazu kennst du als Leser dieser Seite schon. Wir sprechen von der Warteschlangenformel.

Länge der Warteschlange = Auslastung zum Quadrat / (1 – Auslastung) 

Man kann die Formel jetzt umstellen und berechnen wie hoch die Auslastung bei gegebener Warteschlange ist.

  • Stehen 3 Menschen in der Schlange liegt die Auslastung bei 80%,
  • stehen 8 Menschen in der Schlange sind es 90%
  • und bei 18 Menschen sind es 95%.

Was bedeutet das jetzt für unser Wartezimmer? Wir haben doch einen Termin?

Selbst wenn wir einen Termin haben, kommt es zu einer Warteschlange. Einfach deshalb, weil es bei dem einem Kunden länger dauert, oder der Arzt zwischendurch auch einmal eine kurze Pause benötigt. Das ist Statistik, dafür haben wir die Mathematik.

Der Arzt ist das Nadelöhr einer Praxis. Er muss immer ausgelastet sein, da damit das Geld verdient wird. Also wird immer eine hohe Auslastung angestrebt. Da ist eine Warteschlange die logische Folge. Das ist Mathematik.

Bei meinem Augenarzt Termin letzte Woche muss diese Auslastung zwischen 90 – 95% gelegen haben.  Begründet wird das volle Wartezimmer immer mit einem Notfall.

Das ist aber leider nicht die gesamte Wahrheit. Statistisch gibt es, abhängig von der Art des Arztes, eine Anzahl von Notfällen pro Tag. Wenn in Zukunft die Algorithmen das Management übernommen haben, werden wir ganz genau wissen wieviel Patienten täglich unangemeldet kommen. (Ein entsprechendes Praxismanagement könnte das auch heute schon wissen)

Laut Statistik geht der Deutsche im Schnitt 10 mal pro Jahr zum Arzt. (2015)

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/77182/umfrage/deutschland-jaehrliche-arztbesuche-pro-kopf-seit-1991/

Wir hatten 2015 371.106 Ärzte in Deutschland.

http://www.bundesaerztekammer.de/ueber-uns/aerztestatistik/aerztestatistik-2015/

 

Wenn 82 Millionen Deutsche je 10x im Jahr zum Arzt gehen, dann hat jeder Arzt 2210 Kontakte pro Jahr oder 42,5 pro Woche oder 8,5 pro Tag.

Wenn wir davon ausgehen, dass 70% der Kunden eines Arztes nicht mehr berufstätig sind und wir durchschnittlich 30 Minuten in der Praxis warten müssen, dann bedeutet das bei den noch Berufstätigen eine Verschwendung von 123 Millionen Stunden im Jahr!

Geht man von einem Stundensatz von nur 45€ pro Stunde aus, dann beträgt der gesamtwirtschaftliche Schaden 5,535 Milliarden €! Jedes Jahr.

Eine Frage bleibt noch? Warum sind die Wartezimmer am Abend immer leer und niemand muss beim Arzt übernachten?

Wahrscheinlich wird die Auslastung des Arztes im Laufe des Tages zurückgefahren und die Warteschlange baut sich somit ab. Oder man reduziert die mittlere Verweildauer des Kunden beim Arzt.

Am Abend sieht man, dass es irgendwie doch geht, wenn man will.

Dranbleiben – es gibt noch Hoffnung!

#196 – Das Ende vom Speicherplatz

oder :

Früher oder später trifft es jeden!

Der Speicherplatz deines Rechners ist voll. 

Kein Platz mehr für neue Bilder, kein Platz für neue Musik, kein Platz mehr fürs Betriebssystem. Der Rechner wird lahm, im Schneckentempo löst er die geforderte Aufgabe und jeder Mausklick muss gut überlegt sein. Was nun?

Die heutigen Smartphones und Rechner machen es uns einfach irgendwelche Bilder und Musik auf Ihnen abzuspeichern. Wir fotografieren, laden Musik auf unser Gerät und die Messenger dieser Welt werden mit Katzenvideos, Bildern und Sprachmemos vollgestopft.  Alle diese Daten werden im Arbeitsspeicher des Gerätes abgespeichert. Irgendwann ist dann der Tag, an dem dieser Speicher voll ist.

Ich kenne diese Situation gut, ich habe jahrelang mit einem 16 GB iPhone versucht die Welt zu retten. In meinem Umfeld gibt es jeden Tag neue Kunden, Kollegen oder Freunde die genau dieses Problem haben. Was können wir tun?

Was machen wir mit unseren 50.000 Bildern, wie finden wir die wieder und vor allem wo?

Die Systeme machen es uns so einfach, dass wir überhaupt nicht darüber nachdenken müssen, mit welcher Struktur wir unsere Daten archivieren. Wir speichern sie einfach irgendwo. Immer wieder treffe ich in meinem Umfeld Menschen die haben überhaupt keine Ahnung was ein Verzeichnis auf dem Rechner ist oder wie die Ablagestruktur auf einer Festplatte aussieht.

Fangen wir mal mit den nackten Tatsachen an. 

Aktuell habe ich 230 GB an Filmen, 689 GB Fotos, 48 GB Musik und 417 GB andere Dateien in meinem Archiv. Fotos und Filme sind bei den Meisten der größte Speicherfresser. An Fotos und Filmen hängen Erinnerungen und große Momente. Niemand möchte diese Momente verlieren , ,was kann man tun um diese Daten zu sichern?

Das Archiv

Weder mein Notebook, noch mein iPhone oder iPad haben genug Speicher, damit ich alle diese Daten immer bei mir haben kann. Also braucht man einen Speicherplatz für die Ewigkeit, ein sogenanntes Archiv.

Die einfachste Möglichkeit ist eine externe Festplatte. Man stöpselt diese an seinen Rechner und überträgt alle Bilder vom Rechner auf die externe Festplatte. Danach kann man die Daten auf dem Rechner löschen und hat auf dem Rechner wieder Speicher frei.

Was ist aber wenn einem diese Festplatte runterfällt?

Dann sind eventuell alle Daten weg. Also nimmt man am besten zwei Festplatten und speichert die selben Daten auf die zweite Festplatte ab.

Jetzt hat man die Daten relativ sicher. Aber man muss regelmäßig die Daten sichern und das auf zwei Festplatten. Dies Struktur musst du beibehalten sonst droht Datenverlust.

Die meisten von Euch haben sicher einen Router im Haus. Eine elegantere Lösung für ein Archiv ist eine sogenannte Netzwerkfestplatte.

Das ist eine Festplatte die mit eurem Netzwerk verbunden ist und auf die man jederzeit von überall im Haus darauf zugreifen kann.

Diese NAS (Network Attached Storage) gibt es heute schon für 200 – 300 € in Speichergrößen von 2TB, 4TB, 6TB und mehr.

https://www.amazon.de/Synology-DS218-Bay-Desktop-Gehäuse/dp/B07652KZGG/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1518020414&sr=8-1&keywords=synology%2Bds218%2Bplus&th=1

https://www.amazon.de/Western-Digital-Persönlicher-Sicherung-Syncronisations/dp/B015E60H20/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1518021075&sr=8-1&keywords=wd%2Bmy%2Bcloud%2Bmirror&th=1

 

Das Einrichten ist etwas aufwendiger als eine USB Festplatte anschließen aber es lohnt sich auf alle Fälle.

Als Netzwerkfestplatte solltet ihr unbedingt ein RAID 1 System nehmen. (Mindestens) Hierbei handelt es sich um ein System von 2 Festplatten mit zum Beispiel je 3 TB. Das RAID System schreibt jetzt alle Daten immer auf beide Festplatten und überprüft die Daten auf beiden Festplatten. Man hat also bei 2 x 3TB nicht 6TB nutzbaren Speicher sondern nur 3TB diesen aber sicher.

Wird bei einer Platte ein Fehler erkannt, dann bekommt man eine Meldung, man tauscht die defekte Platte gegen eine neue Platte und diese wird automatisch mit den Daten bespielt.

Für Privatanwender ist dies die sicherste Speicherlösung zu einem vernünftigen Preis.

Eine regelmäßige Datensicherung sorgt dafür, dass du alle Daten sicher in deinem Archiv abgelegt hast.

Die Cloud

Die Amazons, Googles, Microsofts und Apples dieser Welt wissen auch, dass dein Speicher nicht ausreicht. Deshalb bieten alle einen sogenannten Cloudspeicher an.

Meistens sind 5 GB kostenlos inklusive und alles darüber hinaus musst du bezahlen.

Jeder dieser Anbieter hat eine IT-Security und Backup Strategie die besser ist als deine eigene Strategie. Deine Daten sind also auf alle Fälle sicher, zumindest vor Verlust! 

Auch die Cloud ist gegebenenfalls eine Lösung um Daten sicher auszulagern.

Wichtig ist aber dabei, dass die Cloud eine Speicherlösung anbietet und nicht eine klassische Cloud ist.

Was bedeutet das?

Die iCloud von Apple kann für 99 Cent im Monat auf 50 GB erweitert werden. Ich bekomme also für knapp 12 € pro Jahr 50GB an zusätzlichem Speicher? Weit gefehlt.

Lagert man von einem Macbook 50GB in diesen iCloud Speicher, dann werden diese 50GB auf dem Macbook nicht frei. Die iCloud synchronisiert immer mit einem Offlineverzeichnis, die 50GB bleiben auf deinem Mac.

Es hilft also nichts den Speicher auf 200GB oder mehr zu erweitern, es sei denn du brauchst diesen Speicher zum Austausch im Team oder in deiner Firma.

Ich persönlich nutze für meine Bilder, die Amazon Cloud Drive. Da ich Amazon Prime Kunde bin (69,-€ im Jahr) steht mir bei Amazon unbegrenzt Speicherplatz für Fotos zur Verfügung. Aktuell lade ich gerade alle meinen 80.000 Bilder hoch auf die Cloud Drive.

Diese Cloud Drive kann ich von allen meinen Geräten jederzeit erreichen und habe damit ein sicheres Backup für alle meine Fotos und Erinnerungen.

Ich habe damit auch den Fall abgedeckt, dass irgend ein Einbrecher meine Netzwerkfestplatte mitnimmt oder diese zerstört. Ich habe alle meine Fotos in der Cloud.

Auch Apple bietet die Lösung der iCloud Mediathek an. Dabei kannst du alle deine Bilder in die iCloud Mediathek legen.Auch hierbei wird zunächst Speicher auf deinem Mac belegt. In den Einstellungen gibt es aber die Möglichkeit Speicher zu optimieren, dann behält das System nicht alle Bilder auf dem Mac.

2 TB kosten 9,99€ pro Monat. 200 GB 2,99€ pro Monat.

Bei Amazon Cloud Drive kosten 100GB 19,99€ pro Jahr und 1TB 99,99€ pro Jahr.

Mit einer Amazon Prime Mitgliedschaft für 69,-€ pro Jahr und einem 100GB Speicherplan für 19,99 € pro Jahr habe ich also unbegrenzt Speicher für Bilder und 100 GB für Videos oder andere Dateien.

Was habe ich jetzt aktuell als Cloud im Einsatz?

Ich glaube nicht, dass man nur mit einer NAS-Festplatte alleine auf der sicheren Seite ist. Meine Strategie sieht deshalb wie folgt aus:

Dokumente : Liegen auf der NAS-Festplatte und alle die in Bearbeitung sind, liegen in der iCloud. Ich habe einen iCloud Speicherplan von 50GB für 99ct pro Monat. Damit sind meine Präsentationen, meine Texte und Briefe auf allen Geräten überall synchron und ich kann sie sogar in jedem Browser auf der ganzen Welt bearbeiten. Hier ist mir der reibungslose Workflow sehr wichtig.

Bilder : Auch die liegen auf der NAS-Festplatte. Wie ich es organisiert habe, seht ihr hier bzw. Ich werde darüber nochmal gesondert einen Blogbeitrag nachliefern. (Für Fotografen)

Alle neuen Bilder landen auf der NAS-Festplatte und in der Amazon Cloud Drive. Da ich Amazon Prime Kunde bin, ist hier unbegrenzter Speicherplatz zur Verfügung.

Videos :

Liegen aktuell nur auf der NAS-Festplatte. Eventuell werde ich hier ebenfalls eine Auslagerung in die Amazon Cloud in Erwägung ziehen.

Musik:

Früher hatte ich alle meine CDs digitalisiert und eine große Sammlung an Musik. Das sind die 48GB an Musik auf meiner NAS-Festplatte. Heute höre ich nur noch Musik über Streaming Dienste. Bisher Apple Music und in Zukunft Spotify. Eine Datensicherung ist also nicht mehr notwendig.

Das Thema ist aktuell und wird für jeden früher oder später zum Problem.

Du solltest rechtzeitig damit anfangen deine Daten strukturiert abzulegen.

Dranbleiben – es gibt noch Hoffnung!

#195 – Nachhaltigkeit, Verschwendung und Gleichgewicht

Die Summe aller Kräfte ist gleich Null. Diese einfache Satz sorgt dafür, dass unser Haus stabil ist und nicht einstürzt.

Es ist ein Satz aus der Statik. Sobald nämlich die Summe der Kräfte nicht null ist, bewegt sich etwas in eine Richtung, das Gleichgewicht ist gestört.

Energie kann nicht erzeugt werden sie kann nur umgewandelt werden.

 

Diese Welt, ja dieses Universum ist stabil, wenn die Dinge im Gleichgewicht sind.

 

Wir Menschen sind Lebewesen die Energie umwandeln. Wir nehmen Energie durch unsere Nahrung auf und wandeln dies um, in elektrische Impulse (Nerven) und Arbeit. Unser Körper hat sich für Notsituationen einen Energiepuffer in den Muskeln und den Fettzellen angelegt. Wenn ich meine Energiepuffer kurzzeitig überlastete, also mehr Energie umsetze als in der entsprechende Zeit wieder nachführen kann, nehmen meine Energiepuffer ab.

Eine bestimmte Zeit kann ich über meine „Energieverhältnisse“ leben, langfristig ist das aber nicht gesund. Wir leben auf Kosten unserer Zukunft.

Da ist unser Körper nicht anders als mein Bankkonto. Monatlich hat dieses Bankkonto einen Zufluss durch das Monatseinkommen. In einem Monat gebe ich eine bestimmte Summe Geld aus. Natürlich kann ich kurzfristig mehr Geld ausgeben, als mein monatliches Einkommen, aber ich muss diesen Kredit mit Zinsen an die Bank zurückzahlen. Ab einem bestimmten Defizit wird auch dieser Zustand bedrohlich. Wir leben auf Kosten unserer Zukunft.

Dinge und Systeme die im Gleichgewicht sind, sind beherrschbar. Abweichungen vom Gleichgewicht sind möglich und bis zu einer bestimmten Größe ebenfalls beherrschbar. Ab einer bestimmten Größenordnung führt das Ungleichgewicht in die Katastrophe.

Wir Menschen leben aktuell jenseits des Gleichgewichtes. Wir nehmen zwar inflationär den Begriff Nachhaltigkeit in den Mund, haben aber eine zunehmende Verschuldung weltweit, verbrauchen mehr Energie als sich wieder regeneriert und unsere Population wächst stärker wie je zuvor.

Wir Menschen sind heute im Beruf und in unserer Freizeit ziemlich angespannt. Jeder möchte etwas von uns und er möchte es anscheinend sofort. Also versuchen wir dieser Anforderung gerecht zu werden, da wir ja auch Karriere machen wollen.

Jetzt hat der Tag für Arm und Reich 24 Stunden und niemand kann sich eine Stunde zusätzlich dazu kaufen. Die Tageszeit ist gerecht unter uns Menschen verteilt. Eine gerechtere Verteilung gibt es nicht.

Wenn also mehr gefordert wird, brauchen wir mehr Zeit! Wenn unsere Auslastung ständig nach oben getrieben wird, steigt die Warteschlange der Aufgaben permanent an.

      Ws = A / (1-A)         A=Auslastung Ws ist die Warteschlange

Bei einer Auslastung von 90% schieben wir bereits 9 Aufgaben vor uns her, bei 95% Auslastung bereits 19!

Wie bekommen wir das geregelt? Wir stehen früher auf und gehen später ins Bett.

„Schlaf wird überbewertet… Schlafen kann ich wenn ich tot bin“ sind die Sprüche die uns Mut machen dabei. 

Wenn wir längere Zeit weniger Schlaf bekommen als wir benötigen, hat das aber gravierende Folgen. 24 Stunden Schlafentzug entspricht praktisch der Wirkung von 1 Promille Alkohol.

  • Eine schlaflose Nacht ist erträglich, der Körper hilft sich mit einer erhöhten Dopaminausschüttung, er putscht sich auf.
  • Zwei schlaflose Nächte machen uns müde, da die Wirkung des Dopamins nachlässt.
  • Nach drei schlaflosen Nächten drehen wir durch. Die Motorik funktioniert nicht mehr einwandfrei; Schwindel, Zittern und Schüttelfrost sind die Folge.
  • Nach vier schlaflosen Nächten werden wir krank, bekommen Halluzinationen, Psychosen, Apathie oder komatösen Tiefschlaf.

Schlafentzug ist nicht umsonst eine beliebte Foltermethode.

Wir brauchen ausreichend Schlaf. Viele Menschen leiden heute in Wirklichkeit unter Schlafmangel. Das hat katastrophale Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unsere Lebenserwartung. Die Harvard Medical School hat nachgewiesen, dass Menschen die weniger als 5 oder länger wie 9 Stunden schlafen eine signifikant geringere Lebenserwartung haben.  Zuviel Schlaf hat also die identische Auswirkung wie zu wenig Schlaf. Das Gleichgewicht ist entscheidend.

Wir Menschen empfinden Dinge, welche wir in unserem näheren Umfeld sehen oder hören, als bedrohlicher oder wichtiger. Die Evolution hat uns gelehrt, dass Gefahr direkt vor uns wichtiger ist als in weiter Entfernung.

Das ist eine Ursache für die leichte Ablenkung durch e-Mails und soziale Netzwerke. Beides befindet sich in unserem direkten Sichtfeld und wird vom Unterbewusstsein als wichtiger eingestuft als eine Aufgabe oder ein Ziel welches wir uns gesteckt haben.

Wir müssen die Dinge die uns wichtig sind in Sichtweite bringen! 

Und wir müssen mit den wichtigen Dingen beginnen! 

Das Abarbeiten von e-Mails bedeutet immer, dass ein Anderer über meine Zeit und meine Ziele und meine Arbeit bestimmt. Wir geben uns in die Hand anderer und verlieren unsere Ziele aus den Augen.

Und wir müssen aufpassen, dass wir nicht über unsere Verhältnisse leben. Größere Abweichungen vom Gleichgewicht sind schlecht für unsere Zukunft.

 

In diesem Sinne: Dranbleiben – es gibt noch Hoffnung!